Knack, knarr, kn, cck, knarr. Fritz blitzschnell über die Bühne rennt, stoppt, Handbewegungen und wieder weg ist er. Wogendes Geknacke und Geknarre und ein erstes Vertrautwerden mit der nackten gedimmt belichteten Bühne – bis es still wird und Tschaikowskis tänzelnde, hell erklingende von Violinen und Bläsern getragene Overtüre den Raum erfüllt. Es schneit … die Flocken verteilen sich auf dem Bühnenboden.
Marie erscheint und Fritz und Marie zusammen. Der Pate betritt mit nacktem muskulösem Oberkörper die Bühne man kann dem Muskelspiel während seinen Bewegungen folgen, während die «Kinder» über das ganze Stück hinweg bekleidet bleiben. Bald kommt der Fuchs ins Spiel erkennbar an seinen Ohren. Minimalismus in der Kostümierung zieht sich durch – eine Ausnahme, ein Extrem bildet der glockenbehangene Mantel des Paten, der gleichsam mit den Klängen eines Musikstücks verschmilzt. Im Rampenlicht sind die präzisen unter Spannung gehaltenen Bewegungen der Körper. Sie fliessen mit der Musik oder stellen sich ihr entgegen, brechen aus ihr aus – aber kehren auch wieder zurück. Die Figuren aus ET Hoffmanns Nussknacker treten in die Kinderwelt ein und bevölkern sie: Fritz und Marie gehen neugierig auf sie zu und lassen sich ein.
Es beginnt mit Schnee unter einem sich bewegenden Sternenhimmel mit körpergewandten Bewegungsrhythmen der Tänzer*innen und endet mit Schnee.
Text / Bild: Dinsleder / Hirschfeld / Theater Basel




