Duras’ Liebe in Basel
Der Mekong ein Fluss wie kein anderer. Er wohnt dem Entstehen und Vergehen des Lebens bei.
Mit den pulsierenden Bewegungen eines rasenden Herzens wird das Basler Publikum durch kunstvolle Choreografien mit hoher Präzision in eine andere Welt entführt. Durch die Musik des ehemaligen Französisch-Indochinas Ende der 1920er Jahre wird man in die Zeit zurückversetzt. Eine mysteriöse Frau im Strohhut wandert im Hintergrund der Bühne. Sie scheint nicht dazu zugehören. Die Tanzenden bewegen ihre Körper atemlos, pulsierend, stehen nicht still. Das Wasser, das nun – ununterbrochen – vom Himmel kommt, auch nicht.
Auf zu neuen Ufern – auf das andere Ufer übersetzen, lieben. Zwei Körper, die ein unsichtbares Band verbindet, die verschmelzen, ihre Nähe nicht aufgeben. Eine Insel der Lust im Gegensatz zu den immer arbeitenden sich mühenden Körpern. Lieben – sich spüren, berühren, miteinander eins werden – kurz innehalten. Der Strom der Zeit und des Lebens geht weiter: der Streit, die Abgründe; Gruppen, die miteinander sind, aufbegehren? Die junge Frau, die ihren eigenen Weg geht – unbemerkt. Die Mutter, die versagt, die die Kinder nicht ernähren kann, ein Kämpfen müssen, ein auswegloser Kampf? Und die Liebe hatte ihre Zeit. Sie bleibt zurück. Die junge Frau wird alt – in Paris, im Strom der Zeit – die Liebe lebte aber im Untergrund weiter – sie zeigt sich durch einen kurzen Anruf des Liebhabers. Am Ende: Mutter und Tochter vereint.
Weitere Termine: So. 02.11., So. 09.11., So. 16.11.



